Gasverbrauch im Haushalt senken
Knapp zwei Millionen Gaskunden müssen sich auf steigende Preise gefasst machen: zahlreiche Versorger haben abgekündigt, im Sommer ihre Preise in der Grundversorgung zu erhöhen – und zwar um bis zu 10,5 Prozent! Nun kommt es noch mehr als bisher auf den Tarifvergleich an. Doch man kann nicht nur durch den Wechsel zu einem günstigen Versorger eine Menge Geld sparen, sondern auch durch den gezielt sparsamen Verbrauch seinen Geldbeutel und die Umwelt zugleich entlasten. Schon mit einigen ganz einfachen Mitteln lässt sich der Gasverbrauch im Haushalt reduzieren, ohne dass man dafür die eigenen Lebensgewohnheiten großartig umstellen muss.
Sparsamer Gasverbrauch in der Küche
In der Küche ist das Sparpotential besonders hoch, denn hier wird neben der Heizung in der Wohnung das meiste Gas verbraucht. Dabei ist es gar nicht so schwer, in der Küche Gas und Energie zu sparen. Sparen kann man hier vor allem am Energieverbrauch der Elektrogeräte in der Küche. Steht die Anschaffung neuer Küchengeräte an, so sollte man auch auf den Energie- und Gasverbrauch der Geräte achten und einen möglichst sparsamen Herd kaufen.
Beim Kochen kann man zum Beispiel den Gasverbrauch des Herds verringern, indem nicht die ganze Zeit auf höchster Flamme gekocht wird. Gemüse sollte zum Beispiel besser gedünstet als gekocht werden. Durch diese schonende Zubereitungsweise wird das Gemüse schon nach kurzer Zeit gar und zudem bleiben viele wichtige Vitamine und Nährstoffe enthalten.
Achten Sie beim Kochen vor allem auch auf das richtige Kochgeschirr. Töpfe und Pfannen sollten zum Beispiel im Durchmesser nur so groß sein wie die Kochstelle selbst, damit nicht zu viel Energie ungenutzt verbraucht wird. Werden Töpfe, Pfannen und anderes Kochgeschirr zu klein gewählt, dann geht auf ein gesamtes Jahr gerechnet bis zu 20 Prozent der Energie ungenutzt verloren.
Energie sparen im Bad
Ein Großteil des Gasverbrauchs im Haushalt wird für die Aufbereitung von warmen Wasser aufgewendet – auch hier lässt sich der Gasverbrauch reduzieren. Wichtiges Spar-Prinzip im Bad: Duschen statt Baden. Nach einem harten Arbeitstag oder einem anstrengenden Workout beim Sport erscheint uns ein heißes Bad so manches Mal mehr als verlockend. Energie- und umweltbewusste Verbraucher sollten trotzdem lieber die Dusche vorziehen, denn ein Vollbad verbraucht wesentlich mehr warmes Wasser und somit auch Erdgas. Außerdem ist eine kurze Dusche gerade in den Sommermonaten letztendlich oft erheblich angenehmer als ein heißes Vollbad. Mit einem Spar-Duschkopf lässt sich der Wasserverbrauch und somit auch der Gasverbrauch beim Duschen weiter reduzieren, ohne dass auf Komfort verzichtet werden muss.
Auch durch den Einsatz von so genannten Mischbatterien lässt sich der Warmwasserverbrauch im Badezimmer reduzieren. Mit diesen Mischbatterien, die in Baumärkten und Sanitärgeschäften erhältlich sind, kann die gewünschte Wassertemperatur an Waschbecken und Dusche vorher eingestellt und reguliert werden. Dadurch wird das Wasser beim Aufdrehen des Hahns nur so warm, wie es attsächlich benötigt wird.